Wasserschaden in der Mietwohnung – wer zahlt wirklich?

Einmal nicht aufgepasst und schon steht die Küche unter Wasser. Oder der Nachbar von oben verliert die Geduld seines Abwasserrohrs. Wasserschäden sind ein Klassiker – und trotzdem wissen die wenigsten, wer jetzt was zahlen muss.

Hier kommt die harte Wahrheit:
Nicht jeder Wasserschaden fällt automatisch in deine Hausratversicherung. Nicht jeder Vermieter ist verantwortlich. Und nicht jede Haftpflicht greift, nur weil du „schuld warst“.

Zeit, das sauber zu sortieren.

Wasserschaden in der Mietwohnung – wer zahlt wirklich

1. Welche Versicherung zahlt wofür?

Es gibt drei typische Kandidaten bei Wasserschäden:

  1. Wohngebäudeversicherung

  2. Hausratversicherung

  3. Privathaftpflicht

Und alle decken unterschiedliche Dinge ab:

Wohngebäudeversicherung

Zahlt Schäden am Gebäude selbst, also alles, was fest verbaut ist:

  • Bodenbeläge (Laminat, Parkett)

  • Wände

  • Decken

  • Rohre & Leitungen

  • Türen & Fenster

👉 Adressat: Vermieter bzw. Eigentümer

Hausratversicherung

Zahlt Schäden an beweglichen Sachen, also dein Eigentum:

  • Möbel

  • Kleidung

  • Teppiche

  • Elektronik

  • Haushaltsgeräte

👉 Adressat: Du als Mieter (wenn vorhanden)

Privathaftpflicht

Zahlt, wenn du oder jemand anderes den Wasserschaden verursacht hat.

Typisches Beispiel:

Du schließt die Waschmaschine falsch an → Küche flutet → Wohngebäude + Hausrat werden beschädigt.

Dann greift die Haftpflicht im Rahmen ihrer Bedingungen.

2. Wer zahlt in welchem Szenario? – die wichtigsten Fälle

Fall A: Rohrbruch in der Wand

Ursache: Leitung/Installation → Gebäudeschaden

  • Gebäude → Wohngebäudeversicherung des Vermieters

  • Möbel/Elektronik → Hausratversicherung des Mieters

Kurz: Vermieter + du = getrennte Baustellen

Fall B: Waschmaschine des Mieters läuft aus

Hier wird’s spannend, denn:

  • Deine Waschmaschine → deine Schuld?

    • Dann zahlt deine Haftpflicht (wenn der Schaden Dritten entsteht)

    • Dein eigener Hausrat → Hausratversicherung

  • Defektes Gerät ohne Verschulden

    • Gebäude: Wohngebäudeversicherung

    • Hausrat: Hausratversicherung

Achtung:
Wenn du keine Haftpflicht hast und schuld bist, kann’s richtig teuer werden – besonders bei Schäden bei Nachbarn.

Fall C: Nachbar flutet die Wohnung von oben

Klassiker.

  • Gebäude: Wohngebäudeversicherung Vermieter

  • Dein Hausrat: deine Hausratversicherung

  • Verursacher: ggf. Haftpflicht-Regress

Wichtig:
Du musst nicht warten, bis Nachbars Versicherung reagiert. Das kann Monate dauern. Deine eigene Hausrat zahlt schneller und holt sich das Geld zurück.

Fall D: Ein- oder Austritt von Regenwasser

Dach defekt? Balkon undicht?

  • Nicht immer automatisch versichert.

  • Oft nur mit Elementar-Erweiterung gedeckt.

Viele Mieter wissen nicht mal, ob Vermieter Elementar hat → WhatsApp-Foto und Police-Check spart Streit.

3. Was Vermieter zahlen müssen – und was nicht

Vermieter müssen Gebäudeschäden beseitigen, also z. B.:

✔ Dämmung
✔ Estrich
✔ Bodenbeläge
✔ Wände & Leitungen

Aber:
Dein Sofa, deine PS5, deine Kleidung – das ist nicht Sache des Vermieters.

4. Typische Fehler, die Geld kosten

Hier wird’s ungemütlich, also ehrlich & direkt:

Fehler 1: Wischen, bevor Fotos gemacht wurden

Hyper-beliebt – und schlecht.

Warum?
Ohne Fotos sagt die gegnerische Versicherung später: „Kein Schaden nachweisbar.“

Fehler 2: Warten auf den Vermieter

Viele denken:

„Erst Vermieter fragen, dann melden.“

Falsch → Zeitverlust + Risiko.

Fehler 3: Reparieren ohne Freigabe

Wenn du ohne Freigabe reparierst, kann die Versicherung kürzen oder verweigern.

Fehler 4: Nur auf den Verursacher setzen

Verursacher + Haftpflicht = kann Monate dauern.
Eigene Hausrat meldet und holt sich das Geld zurück.

5. Checkliste: Was du in den ersten 10 Minuten tun solltest

Hier die konkrete Anleitung, damit du nichts versaust:

  1. Wasser stoppen (Haupthahn / Gerät aus)

  2. Fotos + Videos machen
    → Schaden, Ursache, betroffene Möbel, Nässe, Decke/Wand

  3. Betroffene informieren
    → Vermieter + ggf. Nachbarn

  4. Dokumentieren
    → Uhrzeit, Ursache, Zeugen

  5. WhatsApp-Nachricht mit Fotos an Risk-BOT
    → „Wir sortieren Versicherungen & Zuständigkeiten“

6. Wann muss ich den Schaden melden?

Ganz simpel: sofort.

Versicherungen argumentieren gern mit:

„zu spät gemeldet“
„nicht aufgeklärt“
„nicht dokumentiert“

Das vermeiden wir über WhatsApp komplett.

7. Wann lohnt sich ein Einspruch?

Wenn du eine dieser Aussagen im Ablehnungsschreiben liest:

❗ „Kein versichertes Ereignis“
❗ „Mitverschulden“
❗ „Ausschluss nach §…“
❗ „keine Einbruchspuren“
❗ „Schaden war vorher“

…dann lohnt sich in vielen Fällen eine zweite Meinung, bevor du aufgibst.

Wir prüfen Ablehnungen ohne BlaBla, ohne Hotline, ohne Formular.

8. Fazit – kurz & schmerzlos

Der häufigste Fehler bei Wasserschäden ist nicht das Wasser – es ist die falsche Erwartung an Zuständigkeiten.

Merke:

  • Gebäude = Vermieter

  • Hausrat = du

  • Haftpflicht = Schuld

  • Elementar = optional

Wenn du es nicht sicher weißt, schick Fotos → wir sortieren.

➡️ Soforthilfe per WhatsApp

Wasserschaden passiert und Kopf brennt?

📸 Foto schicken – wir sagen dir wer zahlt, was du melden musst und welche Fristen laufen.

Keine Hotline. Kein Papierkram. Kein Versicherungs-Chinesisch.

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