Post-faktisches Paddeln: Wenn der Hagel die Fake News nicht gelesen hat

Von: Eurem lokalen Katastrophen-Beauftragten (mit Gummistiefeln)

Donald Trump hat es uns diese Woche mal wieder erklärt. Klima? Läuft. Wetter? Gab’s schon immer. Das bisschen Wind und Wasser sei im Grunde nur die Natur, die mal kurz kräftig durchatmet. Eine Erfindung der Chinesen, der Eliten oder der Leute, die heimlich Aktien an Gummiboot-Herstellern halten.

Es ist eine beruhigende Weltanschauung: Wenn man fest genug daran glaubt, dass der Klimawandel eine Lüge ist, lösen sich die faustgroßen Hagelkörner auf der Motorhaube quasi in Luft auf.

Post faktisches Paddeln Wenn der Hagel die Fake News nicht gelesen hat

Die „Alternative Physik“ deines Autos

Leider scheint mein VW Golf kein Abo von Truth Social zu haben. Während Donald uns versichert, dass alles halb so wild ist, hat der Hagel letzte Woche auf meinem Dach eine Blindenschrift hinterlassen, die übersetzt so viel heißt wie: „Ich bin real, und deine Teilkasko wird weinen.“ Es ist schon faszinierend: Der Ex-Präsident sagt, es gibt kein Problem, aber mein Auto sieht jetzt aus wie eine überdimensionale Golfkugel. Vielleicht ist das der neue „Make My Car Great Again“-Look? Ein aerodynamisches Wunderwerk aus Dellen und Verzweiflung.

Wellness-Oase im Souterrain

Auch mein Keller hat die Nachricht vom „Fake-Wetter“ offenbar verpasst. Nach dem Starkregen stand das Wasser dort so hoch, dass ich kurz davor war, Eintritt für das neue „Städtische Hallenbad Souterrain“ zu verlangen.

Ich habe versucht, das Wasser mit Trumps Logik zu bekämpfen:

„Du bist gar nicht da, du bist eine Erfindung der links-grünen Wetterfrosch-Lobby!“

Seltsamerweise ist der Pegel nicht gesunken. Im Gegenteil: Die Waschmaschine hat angefangen zu schwimmen. Wahrscheinlich wollte sie einfach nur auswandern in ein Land, in dem „Wetter“ noch eine Meinungssache ist.

Das Endgegner-Schreiben: Die Versicherung

Doch der wahre Humor kommt erst mit der Post. Wer dachte, Trump sei kreativ im Erfinden von Realitäten, hat noch nie die Ablehnungsschreiben einer Versicherung gelesen.

„Sehr geehrter Herr Geschädigter,“ schreiben sie, während sie vermutlich an einem trockenen Ort Champagner trinken, „bei dem von Ihnen gemeldeten Ereignis handelte es sich um ein ortsübliches Tröpfeln. Ein außergewöhnliches Naturereignis lag nicht vor. Leistung gekürzt. Viel Spaß beim Wischen.“

Willkommen im Jahr 2025. Wir leben in einer Welt, in der das Unwetter dein Haus abreißt, während der Fernseher sagt, es sei ein sonniger Tag, und die Versicherung behauptet, die Schwerkraft sei optional.

Mein Fazit: Ich kaufe mir jetzt ein Boot. Aber kein normales. Ich nenne es „The Alternative Fact“. Wenn es sinkt, behaupte ich einfach, ich wäre gerade auf einem Tauchgang.

Was meint ihr? Habt ihr auch schon versucht, eurem Versicherungsvertreter zu erklären, dass der knietiefe Schlamm im Wohnzimmer nur eine „temporäre Bodenbeschichtung“ ist? 

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