VERSICHERUNG ZAHLT NICHT?
Roland checkt deinen Fall & holt dein Geld zurück.
Du hast etwas kaputt gemacht, jemandem geschadet – und die Haftpflicht soll zahlen.
Doch dann kommt ein Schreiben, das klingt wie „leider nein“ in Versicherungs-Deutsch.
Wichtig zu wissen: Nicht jede Ablehnung ist korrekt. Versicherungen lehnen häufig ab, weil viele nach dem ersten „Nein“ einfach aufgeben.
Hier kommen die 5 häufigsten Ablehnungsgründe, und was sie wirklich bedeuten.
Klingt erst mal final. Meint aber:
„Der Schaden fällt nicht in den Bereich deiner Police.“
Beispiele:
❌ Schäden an eigenen Dingen
❌ Schäden in der Mietwohnung ohne Mitversicherung
❌ Schäden bei beruflicher Tätigkeit
Was tun?
Police prüfen (oft falsch eingeordnet)
Fotos + Hergang schicken
Klären, ob Objekte oder Situationen falsch kategorisiert wurden
Wir sehen regelmäßig Fälle, wo Versicherer „nicht versichert“ sagen – obwohl es doch drin ist, z. B. bei Mietsachschäden.
Absicht ist nicht versichert, das stimmt.
Beispiel:
Du zerstörst absichtlich etwas → kein Versicherungsschutz.
Aber:
„Vorsatz“ wird manchmal vermutet, obwohl fahrlässig zutrifft, z. B.:
„Ich habe das Handy fallen lassen“ → fahrlässig = versichert
„Ich habe versehentlich etwas angestoßen“ → versichert
Absicht ist rechtlich ein harter Vorwurf, den man nicht einfach behaupten darf.
Tipp:
Wenn die Versicherung vorsätzliche Handlung unterstellt, lohnt sich fast immer Widerspruch.
Meint so viel wie:
„Du warst dafür gerade eigentlich beruflich/privat nicht abgesichert.“
Klassische Fallen:
❌ Berufliche Schäden → Privathaftpflicht deckt das nicht
❌ Gefälligkeitsschäden → manche Tarife zahlen, manche nicht
❌ Mietsachschäden → nur, wenn eingeschlossen
❌ Verpachtung / Vermietung → meist ausgeschlossen
Beispiel:
Du hilfst beim Umzug → teurer Fernseher fällt → manche Tarife zahlen, manche schließen Gefälligkeitsschäden aus.
Deshalb ist wichtig:
Vorher: Tarif verstehen
Nachher: Ablehnung prüfen
Das ist ein Klassiker bei:
geliehenen Sachen
gemieteten Geräten
Firmen-Eigentum
gemeinschaftlichem Eigentum
Die Haftpflicht zahlt nur, wenn klar ist:
Wem gehört der Gegenstand?
Beispiel:
Du zerstörst die Kamera eines Freundes → versichert
Du zerstörst die Kamera deiner Firma → nicht privat versichert
Hier lohnt sich oft die Frage:
➡ Gibt es eine Sacheigentums-Bestätigung?
➡ Oder war es nur geliehen? → manche Tarife versichert!
Hier versucht die Versicherung zu sagen:
„Der Geschädigte hätte selbst aufpassen müssen.“
Beispiele:
Kinder spielen → Vase fällt → Eltern hätten „aufpassen müssen“
Hund beißt Hund → beide Halter haben „Mitverschulden“
Radfahrer stürzt → „Eigenverschulden“
Wichtig zu wissen:
Selbst bei Mitverschulden kann die Haftpflicht anteilig zahlen.
Viele geben hier auf – und verschenken prozentuale Ansprüche.
Kurz und ehrlich: häufiger als du denkst.
Ein Einspruch lohnt sich, wenn:
✔ der Ablehnungsgrund unklar ist
✔ „Vorsatz“ behauptet wird
✔ Gefälligkeit im Spiel war
✔ Mietsachen betroffen sind
✔ Beruf/Privat nicht sauber getrennt wurde
✔ Eigentum nicht geklärt ist
Wir haben regelmäßig Fälle, wo wir nach Ablehnung nochmal schreiben – und plötzlich wird gezahlt.
So machst du es richtig:
Ablehnungsschreiben screenshotten
Ereignis kurz schildern
Fotos/Chatverläufe beilegen
Police oder Vertragsnummer beilegen
Belege bündeln (kein Roman!)
Muster-Satz für deine Antwort:
„Ich bitte um nachvollziehbare Begründung auf Basis der Versicherungsbedingungen sowie um Mitteilung, welche Klausel konkret zur Ablehnung führt.“
Damit zwingst du die Versicherung in die Sachargumentation.
Hier mal die drei größten Irrtümer:
Nein, tut sie nicht. Sie zahlt für Schäden, die du anderen zufügst.
Nur Hausrat oder Kasko zahlt eigene Schäden – nicht Haftpflicht.
Versicherungen kalkulieren damit, dass über 60% der Leute nicht widersprechen.
Wenn die Haftpflicht nicht zahlt, liegt es oft an:
falscher Kategorisierung
Missverständnissen
unklaren Eigentumsverhältnissen
falschen Behauptungen
fehlenden Belegen
Ein „Nein“ ist kein Urteil – oft nur ein Versicherungs-Reflex.
Du schickst:
📸 Ablehnungsschreiben
📄 Kurz den Hergang
📷 Fotos (wenn relevant)
Wir sagen dir:
✔ Ist die Ablehnung korrekt?
✔ Wo liegt der Haken?
✔ Lohnt sich ein Einspruch?
✔ Was musst du jetzt tun? (schrittweise)
Roland checkt deinen Fall & holt dein Geld zurück.