Haftpflicht – was sie NICHT zahlt (und das ist mehr, als viele denken)

„Ich hab doch eine Haftpflichtversicherung.“
Diesen Satz hört man oft, wenn jemand einen Schaden verursacht hat. Doch im Ernstfall merken viele: Die Versicherung zahlt nicht automatisch jeden Schaden.

Die private Haftpflicht schützt zwar vor existenzbedrohenden Forderungen – aber sie hat klare Grenzen. Und genau die kennen viele nicht.

Hier sind die häufigsten Fälle, bei denen es Probleme geben kann.

Was tun wenn die Haftpflicht nicht zahlen will

1. Eigene Schäden sind nicht versichert

Die Haftpflicht zahlt nur, wenn anderen Personen ein Schaden entsteht.

Nicht versichert sind zum Beispiel:

  • eigenes kaputtes Handy

  • selbst verursachte Schäden am eigenen Eigentum

  • eigene Verletzungen ohne Fremdbeteiligung

Hier greifen andere Versicherungen – oder man bleibt selbst auf dem Schaden sitzen.

2. Schäden an geliehenen oder gemieteten Sachen

Viele denken, geliehene Gegenstände seien automatisch mitversichert. Das stimmt nur teilweise.

Probleme entstehen häufig bei:

  • geliehenen Fahrrädern

  • gemieteten technischen Geräten

  • ausgeliehenen Kameras oder Elektronik

  • Schäden an geliehenen Autos

Oft greift hier kein Schutz oder nur eingeschränkt.

3. Vorsätzlich verursachte Schäden

Wer einen Schaden absichtlich verursacht, bekommt keinerlei Schutz.

Beispiele:

  • Streit eskaliert und jemand beschädigt absichtlich fremdes Eigentum

  • mutwillige Sachbeschädigung

  • absichtliche Körperverletzung

Versicherungen zahlen grundsätzlich nur bei unbeabsichtigten Schäden.

4. Schäden im Job oder bei Nebentätigkeiten

Die private Haftpflicht deckt keine beruflichen Schäden.

Typische Fälle:

  • Laptop des Arbeitgebers fällt herunter

  • Schaden beim Kunden verursacht

  • Fehler bei Nebenjob oder selbstständiger Tätigkeit

Hier greift in der Regel die Haftung des Arbeitgebers oder spezielle Berufsversicherungen.

5. Schäden durch bestimmte Tiere oder Fahrzeuge

Nicht alles, was Räder oder Pfoten hat, ist automatisch mitversichert.

Oft ausgeschlossen:

  • Hunde oder Pferde ohne spezielle Tierhalterhaftpflicht

  • motorisierte Fahrzeuge

  • E-Scooter ohne eigene Versicherung

  • Boote oder motorisierte Freizeitgeräte

Hier sind separate Versicherungen nötig.

Warum viele Ablehnungen passieren

Viele Schäden werden abgelehnt, weil Versicherte:

  • Vertragsdetails nie geprüft haben

  • alte Tarife mit Lücken besitzen

  • wichtige Bausteine fehlen

  • Ausschlüsse nicht kennen

Das Problem fällt meist erst im Schadenfall auf.

Was tun, wenn die Haftpflicht nicht zahlen will?

Eine Ablehnung sollte man prüfen lassen. Häufig entstehen Probleme durch:

  • unklare Schadenbeschreibungen

  • fehlende Unterlagen

  • Missverständnisse beim Schadenhergang

  • falsche Einschätzung der Situation

Hier unterstützt Risk-BOT Verbraucher dabei, Schadenmeldungen korrekt aufzubereiten, Ablehnungsschreiben verständlich zu machen und mögliche nächste Schritte zu klären.

Fazit

Die private Haftpflicht ist wichtig – aber sie ist kein Rundum-Schutz. Wer weiß, wo typische Lücken liegen, kann Risiken besser einschätzen und im Ernstfall schneller reagieren.

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