Versicherung lehnt ab – und jetzt? Die wichtigsten Schritte nach einer Ablehnung

Du meldest einen Schaden oder reichst Unterlagen ein und bekommst Tage oder Wochen später einen Brief, der so beginnt:

„Leider können wir Ihren Schaden nicht regulieren…“

Viele geben an dieser Stelle auf. Verständlich – Ablehnungsschreiben sind bewusst kompliziert formuliert.
Aber wichtig zu wissen: Eine Ablehnung ist kein Urteil. Es ist eine Meinung – und die ist oft anfechtbar.

Hier kommt eine klare, sachliche Einordnung.

Versicherung lehnt ab – und jetzt

1. Warum lehnen Versicherungen überhaupt ab?

Es gibt drei große Kategorien von Ablehnungen:

A) Formale Ablehnung

Fehlt etwas, ist etwas unklar oder nicht plausibel.

Beispiele:

  • „fehlende Unterlagen“

  • „nicht rechtzeitig gemeldet“

  • „kein Nachweis über Ursache“

Diese Ablehnungen sind oft reversibel, sobald Unterlagen nachgereicht werden.

B) Rechtliche/vertragliche Ablehnung

Hier geht’s um Klauseln, z. B.:

  • nicht versicherte Gefahr

  • Ausschluss

  • kein versichertes Ereignis

  • falsche Sparte (z. B. Gebäude statt Hausrat)

Oft Interpretationssache, je nach Tarif.

C) Medizinisch-technische Ablehnung (z. B. Unfall & Berufsunfähigkeit)

Da wird es fachlicher, z. B.:

  • kein unfalltypischer Hergang

  • kein Dauerschaden

  • vorbestehende Erkrankungen

  • Mitwirkung

Hier lohnt fast immer eine externe Prüfung.

2. Welche Satzbausteine solltest du kennen?

Wenn du eines davon liest, weißt du, wohin die Reise geht:

❗ „Kein versichertes Ereignis“ → Tarifthema
❗ „Ausschluss gemäß § …“ → Vertragsklausel
❗ „Mitwirkung“ → bei BU/Unfall
❗ „Nachweispflicht nicht erbracht“ → Unterlagen fehlen
❗ „Nicht unverzüglich gemeldet“ → Fristen
❗ „Vorsatz“ → Haftung
❗ „Keine Erfolgsaussicht“ → Rechtsschutz

Viele davon sind angreifbar – aber nur mit Struktur.

3. Was du nach einer Ablehnung als erstes tun solltest

Hier keine Romantik, nur ein sauberer Plan:

1. Ablehnung fotografieren / scannen

Wichtig: ganzer Text, auch Rückseite.

2. Schadenart klären

Was war es?

  • Einbruch

  • Wasserschaden

  • Unfall

  • Haftpflicht

  • Rechtsschutz

  • Krankheit/BU

Jede Sparte hat andere Regeln.

3. Betroffene Versicherung identifizieren

Hausrat? Haftpflicht? Gebäude? Rechtsschutz? BU?

Viele verwechseln das → führt zu falschen Erwartungen.

4. Fristen prüfen

Krass, aber wahr:

Einige Widersprüche haben Fristen.

Rechtsschutz = oft 3 Monate
BU = ebenfalls Fristen für Nachmeldung

4. Wann ist die Ablehnung korrekt?

Korrekt heißt: vertraglich sauber begründet.

Beispiele:

✔ nur einfacher Diebstahl → kein Einbruchdiebstahl
✔ Schlüssel auf dem Tisch → kein Aufbruch
✔ geplante OP war vor Vertrag → Vorerkrankung
✔ Rechtsstreit begann vor Abschluss → vorvertraglich

Dann hat man wenig Spielraum – aber es gibt Ausnahmen.

5. Wann ist die Ablehnung falsch oder fragwürdig?

Hier beginnt der „spannende“ Teil.

Ablehnungen sind oft falsch, wenn:

✔ falsche Versicherungssparte angenommen wurde
✔ Falschaussagen über Bedingungen drinstehen
✔ Fristen falsch angewendet wurden
✔ Diagnosen anders gewertet wurden
✔ Einbruch als „einfacher Diebstahl“ eingeordnet wurde
✔ Nachweise eigentlich ausreichen
✔ Gegenseite schlecht ermittelt wurde
✔ medizinische Gutachten fehlen
✔ Schadenhöhe falsch geschätzt wurde

Wir sehen das dauernd.

6. Was du niemals tun solltest

3 Fehler kosten Menschen jedes Jahr tausende Euro:

❌ Fehler 1: Ablehnung ungeprüft akzeptieren

Versicherungen kalkulieren damit.

❌ Fehler 2: Emotional antworten

„Das ist unverschämt!“ bringt genau 0.

❌ Fehler 3: Ablehnung ignorieren

Dann verstreichen Fristen und es ist vorbei.

7. Mini-Widerspruch ohne Juristen-Theater (für 90% der Fälle)

Diesen Satz kannst du respektvoll und sachlich senden:

„Bitte nennen Sie mir die konkrete Klausel inkl. § aus den Versicherungsbedingungen, auf die sich die Ablehnung stützt, sowie den genauen Zeitpunkt des angenommenen Versicherungsfalls.
Außerdem bitte ich um Mitteilung, welche Unterlagen zur Prüfung noch benötigt werden.“

Dieser Text löst zwei Dinge aus:

  1. Versicherung muss den Fall definieren

  2. Versicherung muss Begründung konkretisieren

Viele Ablehnungen brechen an dieser Stelle zusammen.

8. Wann lohnt sich professionelle Hilfe?

Ganz ehrlich: nicht immer.
Aber es lohnt sich besonders bei:

Einbruchdiebstahl vs. Diebstahl
Wasserschaden vs. Leitungswasser
Arbeitsrecht (RS)
Vorerkrankung (BU/Unfall)
Haftpflicht mit Vorsatzvorwurf
Mitwirkung (BU/Unfall)
medizinischen Streitfällen

Hier geht es nicht um „Papier“, sondern um Interpretation und Gutachten.

Fazit – ohne Weichspüler

Eine Ablehnung heißt nicht:

❌ „Du bekommst kein Geld“
❌ „Die Versicherung hat recht“
❌ „Fall erledigt“

Sondern meistens:

➡ „Wir versuchen es erstmal ohne Zahlung.“

Es gibt Gründe dafür, aber auch Wege dagegen.

📲 Ablehnung via WhatsApp prüfen lassen

Wenn du es nicht sicher einschätzen kannst:

  • Ablehnung fotografieren

  • kurz erklären, was passiert ist

  • Police/Vertragsnummer dazupacken

Hier hochladen: 015771621006

Wir sagen dir:

✔ ob korrekt
✔ ob Widerspruch lohnt
✔ was du nachliefern kannst
✔ welche Fristen laufen
✔ wie du argumentieren kannst

Kein Juristen-Drama. Kein Versicherungs-Chinesisch.

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